Unter dem Motto „Helfen mit Herz und Verstand“ erlebten die Kinder der Offenen Ganztagsgrundschule eine ganz besondere Woche in den Osterferien. Mit der tatkräftigen Unterstützung des JRK Ortsvereins Gescher wurden die Tage unter verschiedenen „helfenden“ Gesichtspunkten beleuchtet. So konnte am Montag durch die Mithilfe des Altenwohnheims St.Pankratius ein Krankenzimmer mit originalem Krankenbett, Medizin- Zubehör und Verbandsecke eingerichtet werden. Der „Erste Hilfe“ Kurs des JRK-Teams schloss sich gleich an und vermittelte erste Kenntnisse und Maßnahmen im Notfall. Zum Abschluss konnten die Kinder unter Gipsmasken entspannen.
Der Dienstag bot eher sportliches Programm: Mannschaftsspiele in der Turnhalle schärften den Sinn für die Teamarbeit, ohne die im Krankenzimmer keine Hilfsaktion erfolgreich durchgeführt werden konnte. In guter Abstimmung wechselten hier Oberarzt, Schwester und Patient die Rollen, so dass jeder sich in den verschiedenen Bereichen ausprobieren konnte. Zum Ausklang wurden Filztaschen für Erste-Hilfe-Utensilien gestaltet.
Am Mittwoch besuchten rund 30 Kinder den Krankenbereich von Haus Hall. Hier wurden sie über die Räumlichkeiten, über die tägliche Arbeit und die Vorgehensweise im Notfall informiert. Am Nachmittag standen dann Kräuterkunde und alte Hausmittel auf dem Stundenplan. Ein Kräuterlehrling aus dem 15.Jahrhundert konnte nur durch die Mithilfe der Kinder die entsprechenden Zutaten für einen Zaubertrank bekommen, und dadurch erlöst werden. Dabei erfuhren die Kinder, dass in alten Zeiten Heilkräuter die Medizin der Menschen war, so beispielsweise Salbei zur Zahnpflege oder Heckenrosenblätter bei Brandwunden eingesetzt wurden. Selbstgemachter Kräuterquark mit Vogelmiere rundeten diesen Tag genussvoll ab.
Zum Abschluss der Woche traf am Donnerstag als Highlight der DRK Mannschaftswagen und ein Krankentransportwagen ein. Die Kinder durften nicht nur Liegen testen, sondern bekamen auch genauere Informationen über Wageninhalt und Einsatzmöglichkeiten .
Auch die echt wirkenden geschminkten Wunden wurden in diesem Zusammenhang verarztet, so dass nicht nur Theorie, sondern die praktische Arbeit und Hilfe als ein wichtiger Bestandteil der ganzen Woche nochmal gefragt war. Am Schluss waren sich alle einig: „Helfen ist stark“ !