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Tipps für Eltern von Kindern mit Lese- Rechtschreibschwierigkeiten

 

Tipps für die Schule

> Wenn Se den Eindruck haben, dass Ihr Kind mit dem schulischen Ansprüchen nicht zurecht kommt, nehmen Sie frühzeitig Kontakt mit der (Klassen-) Lehrerin / dem (Klassen-) Lehrer Ihres Kindes auf. Nur so ist es möglich, das spezielle Schwierigkeiten Ihres Kindes besondere Berücksichtigung findet.
> Eine Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus fördert das Verständnis für Ihr Kind. Versuchen Sie gemeinsame Lösungswege zu finden und sprechen Sie regelmäßig miteinander. Dem Kind können so anhaltende Misserfolgser-lebnisse bzw. das Scheiter im Unterricht erspart bleiben.
> Schreiben Sie einen Vermerk unter die Hausaufgaben, falls das Kind überfordert war.


Tipps zum Üben

> Vermeiden Sie übermäßiges Üben. Bei Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten führt oft
nicht eine Steigerung der Übungszeit, sondern eine veränderte Art und Weise des Lernens zu Fortschritten.
> Belasten Sie durch das häusliche Üben nicht die Beziehung zu Ihrem Kind.
Eine positive Lernatmosphäre ist die Voraussetzung für Lernfortschritte.
> Absprachen müssen gemeinsam erarbeitet, getroffen und ständig neu überprüft werden.
Getroffene Vereinbarungen müssen konsequent-freundlich eingehalten werden.
> Sorgen Sie für einen ruhigen aufgeräumten Arbeitsplatz ohne Ablenkung.
> Planen Sie Pausen ein.
> Finden Sie individuelle Lern- und Arbeitsstrategien heraus und wenden Sie sie bewusst an.
> Denken Sie daran, das Kinder mit LRS für die gleiche Leistung bei allen Lese- und Schreibanforderungen mehr Zeit als andere Kinder benötigen.
> Wählen Sie aufgaben so, dass das Kind auf jeden Fall erfolg hat.
> Loben Sie auch kleine Erfolge, um das Selbstvertrauen des Kindes zu stärken und um die Lernfreude zu erhalten.
> Zeigen Sie Zuversicht in die Lernfähigkeit Ihres Kindes. So vermeiden Sie, dass Ihr Kind entmutigt wird.
> Fördern Sie die Stärken des Kindes.


Tipps zum (Recht-) Schreiben

> Ermöglichen Sie es Ihrem Kind, den Gebrauchswert der Schrift durch wahre Schreibanlässe zu erfahren (Briefe, Einkaufszettel, Mitteilungen, Notizen, Kochrezepte usw.).
> Um zu vermeiden, dass sich Ihr Kind ein Wortbild falsch einprägt, sollte es beim Verbessern jeweils das ganz Wort über das falsche schreiben (nicht nur einzelne Buchstaben).
> Benutzen Sie große Hefte (Linien, Karos) und lassen Sie evtl. eine Zeile zum richtigen Darrüberschreiben frei.
> Benutzen Sie ein Fehlersammelheft (oder Kartei) zur Fehleranalyse und als Arbeitsgrundlage.
> Setzen Sie Farben zur optischen Gliederung ein (Textmarker).
> Lautes, deutliches und dem Schreibtempo (Handbewegung) entsprechendes Mitsprechen beim Schreiben ist hilfreich.
> Stellen Sie Ihrem Kind jederzeit ein für sein Alter geeignetes Wörterbuch zur Verfügung, um ihm zu ermöglichen, Fehler zu vermeiden und sich bei Unsicherheiten selbst zu helfen.


Tipps zum Lesen

> Stellen Sie dem Kind ausreichend interessantes Lesematerial zur Verfügung. Unterstützen Sie Ihr Kind, wenn es lesen möchten.
> Zur Förderung der Motivation ist es auch beim Lesen wichtig, dass das Kind den Nutzen des Lesens in Alltagssituationen erfährt.
> Um den Leseprozess zu erleichtern, ist es wichtig, dass das Kind beim Lesen lautiert (m) und nicht buchstabiert (em).
> Beim Lesen ist es hilfreich, einen Lesepfeil zu benutzen.
> Wechseln Sie sich beim Lesen und Ihrem Kind ab und besprechen Sie anschließend den Inhalt.