„Mein Körper gehört mir!“
Theaterprofis machen Kinder stark
Bereits zum dritten Mal fand dieses Projekt gegen sexuellen Missbrauch an Kindern in der VGS statt. Das Angebot der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück, das seit diesem Jahr voll von der Stadt finanziert wird, hat bisher einen überaus positiven Anklang bei Kindern, Eltern und Lehrern gefunden. In diesem Projekt geht es darum, Kinder stark zu machen, ihnen Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu vermitteln – das schützt auch vor sexuellem Missbrauch. Vertieft wird das aufklärende Theaterspiel im Unterricht und idealerweise auch durch Gespräche im Elternhaus.
Am 23.03.2009 fand ein Informationsabend für Eltern und Lehrer im Theater- und Konzertsaal am Borkener Damm statt. An diesem Abend zeigten die Theaterpädagogen in kompakter Form genau die Szenen, die auch die Schüler/-innen später an drei Terminen zu sehen bekommen. In altersgerechter und bei allem Ernst auch in humorvoller Form wird den Schülern und Schülerinnen vermittelt, dass ihr Körper ihr persönliches Eigentum ist. Die Schüler/-innen lernen Ja- und Nein-Gefühle zu unterscheiden und zu artikulieren. Die Botschaft lautet: „Bei sexueller Gewalt trägt die Schuld immer nur der Täter, nie auch das Opfer.“
Die Aufführungstermine in der Aula der VGS waren am 21. und 28. April sowie am 5. Mai. Über 100 Schüler/-innen des 3. Jahrgangs nahmen an diesem Programm teil, das immer weiterentwickelt und aktualisiert wird (z.B. Berücksichtigung des Themas „Gefahren im Internet“).

Beim zweiten Durchgang macht "Schulkind" Simone (Uepping) alles richtig. Sie weist den fremden Mann (Stefan Tillmann), der im Bus ungefragt einen Arm um sie legt, mit einem lauten "Neeeein" zurück.
AZ-Foto: Ausschnitt aus der Präsentationsveranstaltung
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